Krebsvorsorge

Wir führen in unserer Praxis die in den gesetzlichen Richtlinien festgelegten Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung durch und bieten Ihnen darüber hinaus individuelle Vorsorgeleistungen an,
die Ihre Sicherheit zusätzlich erhöhen. Gern beraten wir Sie, welche Maßnahmen für Sie im Einzelfall sinnvoll sind und stellen mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Präventionsprogramm zusammen.

Früherkennung von GenitalkrebsUltraschall

Ab einem Alter von 20 Jahren werden im Rahmen der jährlichen gynäkologischen Untersuchung die inneren Geschlechtsorgane abgetastet, um mögliche Veränderungen festzustellen.

Zur Optimierung der Vorsorge ist es ratsam, zusätzlich zum Tastbefund eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter,
der Eierstöcke und der Harnblase durchführen zu lassen. Dadurch können Erkrankungen rechtzeitig erkannt und einer gezielten Behandlung zugeführt werden, noch bevor sie sich durch Schmerzen oder Blutungen bemerkbar machen – denn derartige Symptome treten häufig erst in späten Stadien einer Krebserkrankung auf.

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

GebärmutterhalskrebsZur Früherkennung eines Zervixkarzinoms wird bei der frauenärztlichen Routineuntersuchung ein Gewebeabstrich am Gebärmutterhals vorgenommen, welcher im Labor mikroskopisch auf Zellveränderungen hin untersucht wird (Pap-Test).

Als Ergänzung zu dieser Zytodiagnostik ist ein HPV-Test sinnvoll,
denn Gebärmutterhalskrebs wird meist durch eine Ansteckung mit den sexuell übertragbaren Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht.
Ein positiver HPV-Abstrich ist ein Risikofaktor und sollte zu einer engmaschigen Überwachung mit zytologischen Untersuchungen führen.

Darüber hinaus kann eine HPV-Impfung das Risiko einer Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs stark reduzieren. Wir empfehlen deshalb insbesondere jungen Mädchen, sich idealerweise noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen das Virus impfen zu lassen (etwa ab dem 12. Lebensjahr).

Brustkrebs-Früherkennung

Ab dem 30. Lebensjahr wird jährlich durch Abtasten der Brust untersucht, ob harte Stellen („Knoten") bestehen, welche auf eine Krebserkrankung hinweisen können. Um eine mögliche Erkrankung frühzeitig zu erkennen, sollten Sie diese Tastuntersuchung auch monatlich zu Hause selbst durchführen.

MammographieFrauen zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr werden alle zwei Jahre zu einer Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) bei einem Radiologen eingeladen. Dabei werden selbst kleinste Veränderungen des Brustgewebes erfasst.
Im Falle einer medizinischen Notwendigkeit können Mammographien auch außerhalb dieser Zielgruppe durchgeführt werden (z. B. zur Abklärung tastbarer Befunde, zur Überwachung nach Brustkrebs oder bei belastender Familienanamnese).

MammasonografieZusätzlich empfehlenswert ist eine jährliche Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen zur Erkennung nicht tastbarer Veränderungen des Brustgewebes. Diese sofort in der Sprechstunde verfügbare Untersuchung ist bei verdächtigen
Tast- oder Mammographie-Befunden, zur Kontrolle gutartiger Veränderungen und zur Sicherheit im Intervall bis zur nächsten Mammographie sinnvoll.
Für junge Frauen ist die Ultraschalluntersuchung zur Vorsorge oft besser geeignet als das Röntgenbild.

Darmkrebs-Früherkennung

Zur Früherkennung von Darmkrebs beinhaltet das Vorsorgeprogramm der GKV für Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren einen jährlichen Stuhltest auf okkultes (nicht sichtbares) Blut. Zu dessen Durchführung erhalten Sie von uns einen Papierstreifen, auf welchen Sie zu Hause über 3 Tage Stuhlproben auftragen. Sollten im Labor kleinste Blutspuren festgestellt werden, weist dies auf eine mögliche Erkrankung hin.nachdenkliche Frau

Genauere Testverfahren, wie der immunologische Stuhltest oder die Bestimmung des Tumormarkers M2-PK, werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, sind aber z. B. bei familiärer Darmkrebsvorbelastung äußerst sinnvoll.

Ab dem 55. Lebensjahr ist eine präventive Darmspiegelung (Koloskopie) vorgesehen, welche es ermöglicht, bereits die frühen Vorstufen des Dickdarmkrebses zu erkennen und gezielt zu entfernen. Diese Untersuchung bietet eine hohe Sicherheit und sollte nach zehn Jahren wiederholt werden. Frauen, die sich gegen diese Untersuchung entscheiden, können stattdessen weiter die Okkultblut-Tests in zweijährlichen Intervallen in Anspruch nehmen.


Weitere Informationen zur Krebsfrüherkennung bieten die folgenden Seiten:

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen