Verhütung

Wahl der geeigneten Verhütungsmethode

Bei der Auswahl der individuell geeigneten Methode zur Empfängnisverhütung spielen viele Aspekte
eine wichtige Rolle, darunter:

  • Zuverlässigkeit, Wirkungsdauer und Nebenwirkungen des Verhütungsmittels
  • Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus
  • persönliche Regelbeschwerden (z. B. starke Blutungen und Schmerzen)
  • bestehende Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes, Depression, Bluthochdruck, Thrombose, Migräne)
  • zukünftiger Kinderwunsch oder abgeschlossene Familienplanung
  • Sondersituationen (z. B. Gebärmutter-Fehlbildungen, Hormonunverträglichkeit, Stillzeit, Raucherin)

Wir informieren Sie bei einem Beratungsgespräch über die verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten
und
wählen mit Ihnen gemeinsam die für Sie richtige aus.

Frau mit Pille und Kondom

Verhütungsmethoden im Überblick

Hormonelle: Pille, Minipille, Hormonspirale, Vaginalring, Hormonimplantat, Verhütungspflaster, Dreimonatsspritze

Mechanische: Kondom, Diaphragma, Portiokappe, Kupferspirale, Kupferkette

Chemische: Spermizide in Form von Scheidenzäpfchen, Salben, Gels, Schaum, Sprays

Natürliche: Temperaturmessung, Zykluscomputer

Operative: Sterilisation des Mannes oder der Frau


Weiterführende Informationen zu den verschiedenen
Verhütungsmethoden bieten folgende Seiten:

Langzeitverhütung

Sie wünschen sich eine langfristige und bequeme Verhütung, möglichst mit positiven Nebeneffekten – ohne täglich daran denken zu müssen? In diesem Fall bieten wir Ihnen den Einsatz folgender Dauerpräparate an, welche allesamt einen hohen Empfängnisschutz gewährleisten:

KupferspiraleKupferspirale: Plastikstäbchen, das mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Kupfer hemmt die Beweglichkeit der Spermien und verhindert die Einnistung einer Eizelle in die Gebärmutter. Wirkungsdauer: je nach Modell ca. 3 bis 8 Jahre (abhängig vom Kupfergehalt der Spirale). Geeignet für Frauen, die schon ein Kind geboren haben; auch während der Stillzeit. Vorteil: kein Eingriff in den Hormonhaushalt (natürlicher Zyklus bleibt erhalten). Nachteile: stärkere Regelschmerzen und -blutungen möglich; Risiko einer Unterleibsentzündung, die zu Unfruchtbarkeit führen kann.

Kupferkette

Kupferkette (GyneFix): Weiterentwicklung der Kupferspirale. Die Kette aus Kupfer-zylindern wird mit einem Knoten an der Gebärmutterwand befestigt. Wirkungsdauer:
5 Jahre. Geeignet für Frauen jeden Alters, auch bei noch bestehendem Kinderwunsch und während der Stillzeit. Vorteile: kein Eingriff in den Hormonhaushalt (natürlicher Zyklus bleibt erhalten), sehr gute Verträglichkeit. Nachteil: stärkere Regelschmerzen und -blutungen selten möglich. Informationen des Herstellers: Verhütung mit GyneFix

IUB KupferperlenballKupferperlen-Ball (IUB™): Besteht aus 17 Kupferperlen, die auf einem biegsamen Trägerfaden aufgefädelt sind. Dieser wird mit einem sehr dünnen Röhrchen in die Gebärmutter eingeführt, wo er sich kugelförmig entfaltet. Der Kupferperlen-Ball ist sofort wirksam und liegt frei beweglich in der Gebärmutter. Wirkungsdauer: 5 Jahre. Vorteile: kein Eingriff in den Hormonhaushalt, sehr gute Verträglichkeit, schmerzarmes Einlegen und Entfernen, hoher Tragekomfort, geeignet für Frauen jeden Alters. Nachteil: Ausstoßungsrate von ca. 1%. Informationen des Herstellers: IUB-Kupferperlen-Ball

HormonspiraleHormonspirale (Mirena): Plastikstäbchen, welches ein Hormondepot enthält. Gestagen verhindert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter und die Einnistung einer Eizelle. Wirkungsdauer: 5 Jahre. Geeignet für Frauen, die schon ein Kind geboren haben; für Frauen mit Östrogen-Unverträglichkeit; nicht geeignet in der Stillzeit. Vorteile: verringerte Regelblutung und -schmerzen, bis zum völligen Ausbleiben. Nachteile: Zyklusstörungen, Schmerzen beim Einlegen, Infektionsrisiko.

Hormonimplantat (Implanon): Kleines Kunststoff-Stäbchen, welches unter örtlicher Betäubung mittels einer Hohlnadel unter die Haut an der Innenseite des Oberarms implantiert wird. Durch die Abgabe des Hormons Gestagen wird der Eisprung gehemmt (wirkt ähnlich wie die Mini-Pille). Wirkungsdauer: 3 Jahre. Geeignet für Frauen jeden Alters, auch bei Östrogenunverträglichkeit. Nachteil: häufig Zyklusstörungen, Akne, Gewichtszunahme, Depressionen.

Dreimonatsspritze: Eine hohe Dosis Gestagen wird in den Gesäßmuskel gespritzt. Es hemmt den Eisprung und verhindert das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter. Wirkungsdauer: 3 Monate. Geeignet für Frauen, die andere hormonelle Verhütungsmittel nicht vertragen. Vorteil: Besserung von zyklusabhängigen Beschwerden (z. B. Migräne). Nachteile: starker Eingriff in den Hormonhaushalt, Zwischenblutungen, erhöhtes Risiko der Osteoporose (Knochenschwund), häufig Gewichtszunahme, kein spontanes Absetzen der Verhütung möglich.

Notfallverhütung

Pille vergessen? Kondom geplatzt? Bei Verhütungspannen ist es wichtig, schnell und verantwortungsbewusst zu handeln, sofern eine Schwangerschaft für Sie nicht infrage kommt.
Am besten lassen Sie sich von uns beraten, welche Möglichkeiten sich Ihnen im Notfall bieten.

Frau hat Pille vergessenPille danach: Die Pille danach verhindert den Eisprung durch die Verabreichung einer hohen Dosis Gestagen. Sie sollte möglichst innerhalb von 12 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Das Notfallmedikament greift stark in den Hormonhaushalt ein und führt daher zu Zyklusstörungen und Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Spirale danach: Sowohl die Kupferspirale als auch die Kupferkette können als Notfallverhütung eingesetzt werden, noch bis zu 5 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Sie bieten einen zuverlässigen Schutz, indem die Beweglichkeit der Spermien gehemmt und das Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter verhindert wird. Diese intrauterinen Verhütungsmethoden haben obendrein den Vorteil, dass sie künftige Anwendungsfehler (Vergessen der Pille etc.) verhindern und Sie sich für die nächsten Jahre über Ihre Verhütung keine Gedanken mehr machen müssen.

Weitere Informationen zur Notfallverhütung bieten die folgenden Seiten:

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